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UI/UX Design

UX Design, das Nutzer nicht ausbremst

Wenn Leute abbrechen, liegt es selten am Aussehen. Wir finden die Stellen, an denen es klemmt, und bauen Oberflächen, die sich von selbst erklären.

Google Bewertet4.9

Was UX Design ist

Nicht wie es aussieht, sondern wie es läuft

UI ist die Oberfläche: Farben, Knöpfe, Abstände, Zustände. UX ist der Weg dorthin und alles danach: Welche Schritte gibt es, in welcher Reihenfolge, und wo steigen Leute aus. Man braucht beides, aber man löst sie nicht mit denselben Mitteln.

Von Webdesign unterscheidet sich das durch den Gegenstand. Eine Website ist ein Auftritt: Sie soll erklären und überzeugen, und danach ist sie fertig. Eine Anwendung wird benutzt, jeden Tag, oft von denselben Leuten. Dort zählt nicht der erste Eindruck, sondern der fünfzigste.

Deshalb arbeiten wir hier anders. Statt Entwürfen zur Auswahl gibt es Abläufe zum Durchspielen. Statt Geschmacksrunden gibt es fünf Leute, die es versuchen, während jemand zusieht. Das ist unbequemer und führt schneller zum Ziel.

Wer eine reine Website braucht, ist bei Webdesign besser aufgehoben. Wer ein Werkzeug baut, mit dem Menschen arbeiten sollen, ist hier richtig.

Zur Zahl fünf, die weiter unten immer wieder auftaucht: Sie stammt nicht aus dem Bauch. Ab etwa fünf Testpersonen wiederholen sich die Beobachtungen, weil dieselben Stellen dieselben Leute stolpern lassen. Wer stattdessen dreißig Leute befragt, bekommt keine besseren Erkenntnisse, sondern dieselben in größerer Zahl und später.

Wichtiger als die Menge ist, dass es die richtigen Leute sind. Fünf Kollegen aus dem eigenen Haus finden nichts, weil sie das System kennen. Fünf Personen, die es zum ersten Mal sehen, finden in einer Stunde mehr als ein Quartal Diskussion.

Wie wir helfen

Vier Wege, je nach Lage.

Nicht jedes Projekt braucht alles. Meistens reicht der erste Punkt, um zu wissen, welcher der nächste ist.

UX-Audit

Wir gehen deine Anwendung durch wie ein Nutzer und schreiben auf, wo es hängt. Ergebnis ist eine sortierte Liste, nicht ein Gutachten.

Usability-Test

Fünf Personen aus der echten Zielgruppe lösen echte Aufgaben, während wir zusehen. Ab der fünften kommt selten etwas Neues dazu.

Interface Design

Neue Oberflächen oder Überarbeitung bestehender. Klickbar zum Ausprobieren, bevor jemand entwickelt.

Design-System

Bausteine, Regeln und Zustände an einem Ort. Danach entstehen neue Bildschirme aus vorhandenen Teilen statt aus dem Nichts.

Wie wir arbeiten

Erst verstehen, dann zeichnen.

  1. Aufgaben klären

    Was sollen Nutzer erledigen können, und wie oft? Daraus wird die Liste, an der sich später alles misst.

  2. Bestand ansehen

    Wo brechen Leute heute ab, wo häufen sich Supportanfragen. Zahlen sind uns lieber als Vermutungen.

  3. Ablauf entwerfen

    Erst der Weg durch die Anwendung, grob und schnell. Hier ändern zu wollen kostet nichts.

  4. Testen

    Fünf Leute, echte Aufgaben, Beobachtung statt Meinungsumfrage. Was zweimal scheitert, wird geändert.

  5. Ausarbeiten

    Aus dem geprüften Ablauf wird die fertige Oberfläche, mit allen Zuständen: leer, ladend, fehlerhaft, voll.

    Meeting buchen

Design-System

Wann sich ein System rechnet

Ein Design-System ist eine Investition, die sich erst ab einer gewissen Größe auszahlt. Bei drei Bildschirmen ist es Aufwand ohne Ertrag. Ab etwa zwanzig, oder sobald zwei Teams parallel bauen, dreht sich das Verhältnis.

Der Nutzen liegt nicht in der Optik, sondern in der Geschwindigkeit. Wenn Knopf, Formularfeld und Tabelle einmal geregelt sind, entsteht ein neuer Bildschirm in Stunden statt in Tagen. Und er sieht aus wie der Rest, ohne dass jemand darauf achten muss.

Wichtig ist, dass Entwicklung und Gestaltung dieselben Bausteine benutzen. Ein System, das nur im Design-Werkzeug existiert, ist nach einem halben Jahr Makulatur. Wir legen es deshalb so an, dass die Namen auf beiden Seiten gleich sind.

Was hineingehört, entscheidet der Alltag: die zehn Bausteine, die überall vorkommen. Alles Seltene bleibt draußen, sonst pflegt am Ende niemand mehr das System.

Ein Thema, das seit 2025 keine Kür mehr ist: Barrierefreiheit. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet viele Anbieter, ihre digitalen Angebote zugänglich zu machen. Betroffen ist, wer an Verbraucher verkauft, mit Ausnahmen für Kleinstunternehmen.

In der Praxis geht es dabei selten um Vorlesesoftware, sondern um Grundlagen: ausreichender Kontrast, Bedienbarkeit mit der Tastatur, Formularfelder mit richtiger Beschriftung, Fehlermeldungen, die nicht nur rot sind, sondern auch etwas sagen. Das meiste davon macht die Anwendung für alle besser, nicht nur für Menschen mit Einschränkung.

Der günstigste Zeitpunkt dafür ist der Entwurf. Kontraste und Fokuszustände nachträglich einzubauen bedeutet, jede Komponente noch einmal anzufassen. Wer sie im Design-System einmal richtig anlegt, hat das Thema danach erledigt.

Häufig gefragt

Ehrlich beantwortet.

Was kostet ein UX-Projekt?

Der Preis richtet sich nach der Zahl der Bildschirme und daran, ob ein Design-System gebraucht wird. Ein Audit ist der günstigste Einstieg und sagt danach, was der Rest kosten würde. Für Gravitate Music haben wir Design und Entwicklung als MVP umgesetzt: ein Player, der Tracks als Soundwave zeigt, Stems statt Download, ein Farbton je Genre. Auch hier kommt für kleine und mittlere Unternehmen unter Umständen eine BAFA-Förderung infrage; ob dein Unternehmen dazugehört, prüft COZMOO.

Was ist ein UX-Audit?

Eine strukturierte Durchsicht deiner Anwendung entlang echter Aufgaben. Am Ende steht eine Liste konkreter Probleme, nach Wirkung sortiert, mit Vorschlägen. Kein Bericht über Prinzipien.

Was ist der Unterschied zwischen UI und UX?

UI ist die Oberfläche, also das Sichtbare. UX ist der Ablauf drumherum: Reihenfolge, Verständlichkeit, Fehlerfälle. Eine schöne Oberfläche über einem schlechten Ablauf macht die Sache nicht besser, nur hübscher.

Braucht unsere Firma ein Design-System?

Ab etwa zwanzig Bildschirmen oder zwei parallel arbeitenden Teams lohnt es sich. Darunter reicht eine saubere Sammlung von Bausteinen, und der Aufwand geht in die Sache selbst.

Woran messt ihr, ob es besser wurde?

An dem, was vorher schieflief: Abbruchquote in einem Formular, Dauer bis zur erledigten Aufgabe, Zahl der Supportanfragen zu einer Stelle. Diese Werte nehmen wir vorher auf, sonst ist der Vergleich wertlos.

Was braucht ihr für den Audit?

Zugang zur Anwendung, jemanden aus dem Support oder Vertrieb für eine Stunde, und fünf Personen aus der Zielgruppe für die Tests. Die zu finden ist meist der schwerste Teil, wir helfen dabei.

Wo klemmt es bei dir?

30 Minuten, ehrliche Einschätzung, keine Verpflichtung.