Erklärvideos
Ein Ablauf, ein Produkt, ein Prinzip, in zwei Minuten verständlich. Meist animiert, weil man dort zeigen kann, was in echt niemand sieht.
Wann sich Bewegtbild lohnt
Es gibt Produkte, die verkauft ein gutes Foto. Und es gibt welche, bei denen der Vertrieb erst einmal zwanzig Minuten redet, bevor überhaupt klar ist, worum es geht. Eine Maschine, die einen Prozess ablöst. Eine Software, die im Hintergrund arbeitet. Ein Bauteil, das man auseinandernehmen müsste, um es zu verstehen.
Genau dort lohnt sich ein Erklärvideo. Es nimmt dem Vertrieb die immer gleiche Einleitung ab und liefert sie in einer Form, die auf jeder Messe, in jeder Mail und auf jeder Landingpage funktioniert. Zwei Minuten, die man einmal produziert und tausendmal einsetzt.
Der Werbefilm hat eine andere Aufgabe. Er erklärt nicht, er sorgt dafür, dass jemand hinsieht und etwas fühlt. Beides zu mischen geht meistens schief: Ein Film, der gleichzeitig erklären und begeistern soll, macht am Ende keines von beidem. Wir klären deshalb zuerst, welche der beiden Aufgaben ansteht.
Und manchmal ist die ehrliche Antwort: keine von beiden. Wenn das Produkt einfach ist und der Markt es kennt, kostet ein Film Geld ohne Wirkung. Das sagen wir dann auch.
Woran Filme in der Praxis scheitern, ist selten die Produktion. Es ist die Reihenfolge: Der Film wird bestellt, bevor klar ist, wem er was sagen soll. Dann entsteht ein Imagefilm, der alles erwähnt und nichts erklärt, und der Vertrieb setzt ihn nie ein, weil er zu lang für den Einstieg und zu unkonkret für das Fachgespräch ist.

Was wir machen
Ein Ablauf, ein Produkt, ein Prinzip, in zwei Minuten verständlich. Meist animiert, weil man dort zeigen kann, was in echt niemand sieht.
Kurze Filme für Kampagne, Messe oder Social Media. Gedreht, animiert oder beides gemischt.
Produkte in Bewegung, auch bevor es sie gibt. Kommt aus derselben Hand wie unsere Visualisierungen, deshalb passt die Optik zusammen.
Wie sich ein Logo aufbaut, wie Text ins Bild kommt, wie ein Übergang aussieht. Einmal festgelegt, gilt es für jedes weitere Video.
Aus einem Film werden schnell fünf: quer für die Website, hoch für Social, kurz für die Anzeige, mit und ohne Untertitel.
Wie ein Film entsteht
Wem soll der Film was sagen, und wo wird er eingesetzt? Danach steht fest, ob es ein Erklärvideo oder ein Werbefilm wird.
Der Text steht vor jedem Bild. Wer hier kürzt, spart später die teuersten Korrekturen.
Jede Einstellung als Skizze, mit Timing. Ab hier weißt du, was du bekommst.
Dreh, Animation oder beides. Sprecher, Musik und Sounddesign gehören dazu.
Eine Korrekturschleife auf den fertigen Film, danach alle Formate für die Kanäle, die du bespielst.
Animation oder Dreh
Ein Dreh braucht etwas, das man filmen kann: Menschen, Räume, ein fertiges Produkt. Er bringt Atmosphäre mit, die sich schwer bauen lässt, und kostet dafür Vorbereitung. Wetter, Termine, Locations, Freigaben.
Die Animation kann dafür Dinge zeigen, die keine Kamera sieht: das Innere einer Maschine, einen Materialfluss, eine Software bei der Arbeit. Sie lässt sich ändern, ohne dass jemand noch einmal anreist, und sie funktioniert auch dann, wenn das Produkt noch gar nicht existiert. Wo das Ergebnis fotorealistisch sein soll, kommt es aus derselben Pipeline wie unsere 3D-Visualisierungen.
In der Praxis mischen wir oft: echte Aufnahmen für die Stimmung, animierte Einschnitte für die Erklärung. Der Wechsel fällt nicht auf, wenn beides derselben Bildsprache folgt. Genau dafür gibt es die bewegte Marke, die in jedem weiteren Film wieder gilt.
Ein Punkt, den viele erst nach der Produktion bedenken: Auf Messen und in Social Media laufen Filme ohne Ton. Wer dort auf einen Sprecher setzt, zeigt zwei Minuten stumme Bilder. Deshalb planen wir Untertitel und Texteinblendungen von Anfang an mit, statt sie nachträglich draufzulegen.
Genauso wichtig ist die erste Sekunde. Im Feed entscheidet sich dort, ob jemand weiterscrollt. Ein Vorspann mit Logo kostet genau die Aufmerksamkeit, die danach fehlt. Die Marke gehört ans Ende, der Grund zum Hinsehen an den Anfang.
Und der Film ist selten allein im Einsatz. Aus einer Produktion entstehen der lange Schnitt für die Website, ein kürzerer für den Vertrieb und drei Ausschnitte für Social. Das kostet kaum mehr, wenn man es vorher weiß, und deutlich mehr, wenn nicht.

Häufig gefragt
Den Aufwand treiben Länge, Animationsgrad und die Zahl der Fassungen, nicht das Thema. Den Rahmen nennen wir, sobald klar ist, ob es ein Erklärvideo oder ein Werbefilm wird. Für Poura läuft die Flasche als 3D-Animation über die ganze Website; Awwwards hat die Seite mit einer Honorable Mention ausgezeichnet. Als kleines oder mittleres Unternehmen kannst du dafür unter Umständen eine BAFA-Förderung beantragen; wie der Antrag läuft, erklärt COZMOO.
Der längste Posten ist meist nicht die Produktion, sondern die Freigabe des Drehbuchs. Wer dort schnell entscheidet, hat den Film entsprechend früher. Meilensteine und Termine stehen im Angebot.
Neunzig Sekunden bis zwei Minuten, wenn es um ein Produkt geht. Alles darüber schaut kaum jemand zu Ende, und was nach zwei Minuten kommt, gehört meistens ins Gespräch statt in den Film.
Nein. Für animierte Filme reichen CAD-Daten oder Zeichnungen. Damit lässt sich ein Produkt zeigen, bevor der erste Prototyp steht.
Ja, beides gehört zur Produktion. Bei der Musik achten wir auf Lizenzen, die auch für Werbung und Messe gelten, nicht nur für die eigene Website.
Eine Stunde für das Gespräch, jemanden, der das Produkt wirklich kennt, und eine Person, die das Drehbuch freigeben darf.