Die Kurzantwort
Eine Website erstellen zu lassen kostet 2026 je nach Weg sehr unterschiedlich viel. Ein Baukasten wie Wix, Jimdo oder Squarespace kostet rund 10 bis 45 Euro im Monat, gebaut wird selbst. Ein Freelancer liegt meist bei 1.500 bis 5.000 Euro, eine Agentur bei 3.000 bis 20.000 Euro und mehr. Diese Zahlen zeigen aber nur den Preis, nicht die Rechnung. In unserer Beispielrechnung über drei Jahre macht beim Baukasten das Abo nur rund ein Achtel der Kosten aus. Der größte Posten ist deine eigene Zeit. Wer Websites vergleicht, sollte deshalb drei Dinge rechnen: die Kosten über drei Jahre, was dir am Ende gehört, und was die Website in dieser Zeit an Anfragen bringt.
Die drei Wege und was sie kosten
Wer eine Website braucht, hat im Kern drei Möglichkeiten. Du baust sie selbst mit einem Baukasten, du beauftragst einen Freelancer, oder du gehst zu einer Agentur. Die Preisspannen dafür sind groß, weil „eine Website" von der Visitenkarte mit drei Seiten bis zum Vertriebswerkzeug mit Produktkatalog alles sein kann.
| Weg | Einmalig | Laufend | Typisch für |
|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) | 0 €, du baust selbst | etwa 10 bis 45 € im Monat | Visitenkarte, Gründung, kleiner Umfang |
| Freelancer | etwa 1.500 bis 5.000 € | Hosting und Wartung, oft 20 bis 60 € im Monat | klarer Umfang, Seite auf Basis einer Vorlage |
| Agentur | etwa 3.000 bis 20.000 € und mehr | Hosting, Wartung und Weiterentwicklung, oft 100 bis 500 € im Monat | erklärungsbedürftige Angebote, Vertrieb über die Website |
Für sich genommen führt diese Tabelle in die Irre. Sie legt nahe, dass der Baukasten fast nichts kostet und die Agentur ein Vielfaches. Beides stimmt nur, solange man den Monatspreis für die Rechnung hält.
Die Rechnung über drei Jahre
Eine Website läuft nicht einen Monat, sondern Jahre. Deshalb haben wir für eine typische Unternehmenswebsite mit rund zehn Seiten durchgerechnet, was jeder Weg über drei Jahre kostet. Mit allem, was dazugehört, auch mit der Zeit, die du selbst hineinsteckst. Die eigene Arbeitszeit haben wir mit 50 Euro pro Stunde bewertet, das ist für Geschäftsführung oder Marketing eher vorsichtig angesetzt.
| Posten über 36 Monate | Baukasten | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|---|
| Aufbau, einmalig | 0 € | 3.500 € | 12.000 € |
| Abo, Hosting, Wartung | 900 € (25 € im Monat) | 1.440 € (40 € im Monat) | 4.320 € (120 € im Monat) |
| Zusatz-Apps und Vorlagen | 360 € | im Aufbau enthalten | im Aufbau enthalten |
| Eigene Zeit für Aufbau und Abstimmung | 40 Stunden | 15 Stunden | 20 Stunden |
| Eigene Zeit für die Pflege | 72 Stunden (2 pro Monat) | 36 Stunden (1 pro Monat) | 18 Stunden (eine halbe pro Monat) |
| Eigene Zeit in Euro | 5.600 € | 2.550 € | 1.900 € |
| Summe über drei Jahre | rund 6.900 € | rund 7.500 € | rund 18.200 € |
Drei Dinge fallen auf.
Der Monatspreis ist ein Achtel der Rechnung. Beim Baukasten stehen nach drei Jahren 900 Euro Abo in der Buchhaltung. Die tatsächlichen Kosten liegen bei fast 7.000 Euro. Den Rest zahlst du nicht mit Geld, sondern mit Abenden, an denen du Texte schreibst, Bilder zuschneidest und herausfindest, warum das Kontaktformular nicht ankommt.
Baukasten und Freelancer liegen fast gleichauf. Über drei Jahre trennen die beiden rund 600 Euro. Der vermeintlich günstige Weg ist es nur, solange deine Zeit nichts kostet. Marktübersichten kommen zu einem ähnlichen Ergebnis: Der Preisvorteil des Baukastens ist oft nach etwa anderthalb Jahren aufgebraucht.
Die Agentur ist teurer, und genau deshalb muss sie mehr bringen. Gut 11.000 Euro Unterschied über drei Jahre sind kein Detail. Ob sie sich lohnen, entscheidet nicht die Kostenseite der Rechnung, sondern die andere.

Deine eigenen Zahlen sehen anders aus. Wer selbst schnell ist, braucht weniger Stunden. Wer mehrsprachig auftritt oder einen Shop braucht, landet überall höher. Das Prinzip bleibt: Rechne mit drei Jahren und rechne deine Zeit mit.
Was im Monatspreis nicht steht
Deine Zeit. Der größte Posten, und der, den fast niemand einrechnet. Aufbau, Texte, Bilder, rechtliche Seiten, Updates, kleine Korrekturen. Beim Baukasten machst du alles selbst, bei Freelancer und Agentur bleibt die Abstimmung.
Funktionen, die erst später dazukommen. Kontaktformular mit Dateiupload, Terminbuchung, eine zweite Sprache, ein Cookie-Banner, das den Datenschutz wirklich erfüllt. Vieles davon steckt in höheren Tarifen oder in Zusatz-Apps mit eigenem Monatspreis.
Der Umzug. Bei einem Baukasten gehört dir die Domain, die Seite aber nicht. Wer später wechseln will, nimmt die Inhalte mit und baut den Rest neu. Auch bei Freelancer und Agentur lohnt die Frage, wem Code, Zugänge und Inhalte gehören. Welches System dahintersteckt, entscheidet mit, wie frei du später bist. Mehr dazu in unserem Vergleich Webflow gegen Sanity und Astro.
Grenzen bei Ladezeit, Struktur und Sichtbarkeit. Eine Website, die bei Google und in den Antworten von KI-Assistenten auftauchen soll, braucht eine saubere Struktur: jede Leistung auf einer eigenen Seite, schnelle Ladezeiten, strukturierte Daten. Baukästen stoßen hier schneller an Grenzen. Wie du prüfst, ob dein Unternehmen in ChatGPT, Gemini und Claude genannt wird, steht in unserer Anleitung zur KI-Sichtbarkeit. Was dabei zwischen Google und KI-Antworten gleich bleibt und was sich ändert, zeigt unser Vergleich GEO vs. SEO.
Pflichten. Impressum, Datenschutzerklärung und eine saubere Einwilligung für Cookies gehören auf jede Unternehmenswebsite. Wer an Verbraucher verkauft, etwa über einen Shop, muss seit Juni 2025 außerdem die Anforderungen an Barrierefreiheit beachten.
Die eigentliche Frage: Was bringt dir die Website?
Eine Website ist keine monatliche Ausgabe wie ein Telefonvertrag. Sie ist ein Werkzeug, das sich rechnen muss. Deshalb lohnt es sich, die Rechnung einmal rückwärts aufzumachen.
Frag dich: Was ist ein Neukunde für dich wert, nach Abzug der Kosten, die du hast, um ihn zu bedienen? Nehmen wir 5.000 Euro an. Dann trägt sich der Baukasten aus unserer Rechnung, wenn er dir in drei Jahren zwei Neukunden bringt. Die Agentur trägt sich mit vier. Der Unterschied zwischen beiden Wegen sind also nicht 11.000 Euro, sondern zwei zusätzliche Kunden in drei Jahren.
Damit wird die Frage eine andere. Nicht mehr „Was ist am günstigsten?", sondern „Welche Website bringt mir die zwei Kunden mehr?" Bei einem Café mit Laufkundschaft ist die Antwort oft: keine, ein Baukasten reicht. Bei einem Maschinenbauer, dessen Einkäufer erst online recherchieren und dann eine Liste machen, sieht das anders aus. Wie weit das tragen kann, zeigt unsere Arbeit für YASDA: seit 2020 plus 200 Prozent Umsatz in Europa, mit Website, Inhalten und Messe als einem System.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Ein gutes Angebot beantwortet die Fragen, die später teuer werden, bevor sie gestellt werden. Prüf jedes Angebot auf diese sechs Punkte:
- Sind Texte und Bilder enthalten, oder lieferst du sie selbst?
- Wem gehören Domain, Website, Code und Zugänge, auch nach Ende der Zusammenarbeit?
- Was kostet der Betrieb pro Monat, und was genau ist darin enthalten?
- Kannst du Inhalte selbst ändern, ohne jedes Mal zu beauftragen?
- Sind Ladezeit, mobile Darstellung, Datenschutz und die Grundlagen für Google und KI-Assistenten Teil des Angebots?
- Was passiert, wenn du später wechseln willst?
Fehlt eine dieser Antworten, frag nach. Ein Angebot, das 2.000 Euro günstiger ist, aber keine Texte enthält und dich an ein System bindet, ist am Ende oft das teurere.
Welcher Weg zu wem passt
Der Baukasten passt, wenn du eine digitale Visitenkarte brauchst, gerade gründest oder dein Geschäft hauptsächlich über Empfehlungen und Laufkundschaft läuft. Und wenn du Zeit und Lust hast, selbst zu bauen.
Der Freelancer passt, wenn der Umfang klar ist, eine gute Vorlage reicht und du einen festen Ansprechpartner willst. Achte auf die Fragen zu Eigentum und Wartung.
Die Agentur passt, wenn deine Website verkaufen soll: erklärungsbedürftige Produkte, lange Kaufprozesse, mehrere Sprachen, Sichtbarkeit bei Google und in KI-Antworten. Dann geht es nicht um eine Website, sondern um Positionierung, Inhalte und Technik als ein System.
Willst du wissen, welcher Weg sich für dich rechnet?
Wir rechnen mit dir durch, was deine Website über drei Jahre kostet und was sie bringen muss, damit sie sich trägt. Ehrlich, auch wenn am Ende ein Baukasten herauskommt. 30 Minuten per Teams, unverbindlich und kostenlos. Termin für ein kostenloses Erstgespräch buchen.


















